Donnerstag, 6. Dezember 2012

Bilanz LVor Teil 1 - Pressearbeit

Meine Motivation ist im Keller.

War ich zum LPT in Olberhau heilfroh mit viel persönlichem Einsatz einen guten Landesvorstand bekommen zu haben, sieht es heute genau andersherum aus.



Saxnpresse


Noch im alten Landesvorstand haben wir versucht die Aufgaben zu definieren, die ein Presseteam leisten sollte, um den Landesverband besser und stärker in der Öffentlichkeit darzustellen.

Nach langer Vorbereitung von Anfang Mai 2012 mit den Anfragen an die Kreisverbände gelang es uns zum Gründungstreffen am 10./12.  August 2012 ein hochmotiviertes Team zusammenzubringen, welches sich neben den Aufgaben, wie Hintergrundgespräche sich selber noch um Erstellung von Pressemitteilungen kümmern wollte.

Der Landesvorstand hatte damals beschlossen, dem Team Pflichten aufzuerlegen, aber auch Rechte einzuräumen, die gewährleisten sollten, daß das Team stabil bleibt und zusammenwachsen konnte. Er hat dabei die Wünsche der Mitglieder berücksichtigt, die beim Gründungstreffen formuliert wurden. Eines der wichtigsten Punkte war, daß das Team ein Vetorecht eingeräumt bekommen hat, wenn neue Mitglieder aufgenommen werden sollten. Auf dem Gründungstreffen wurde darüber gesprochen und vom Seminarleiter, aberr auch vom anwesenden Vorstand darauf hingewiesen, daß stabile Gruppen eine Größe von 10 Mitgliedern nicht übersteigen sollten.

Eigentlich sollte noch ein weiteres RL-Treffen im Vorfeld des Landesparteitages  stattfinden um das Team weiter zu festigen, da der Druck von Innen und von Außen steigen würde. Leider reichte dazu die Zeit nicht mehr.

Das Team hatte dann seine erste Feuertaufe zum Landesparteitag in Olbernhau, wo nicht alles rund lief, aber das Team gute Arbeit geleistet hatte und insgesamt jeder doch mit einer recht hohen Motivation nach Hause ging. Wir hatten es den Freitag zuvor hinbekommen, endlich den Zugang für die Sipgate-Sammelrufnummern zu erhalten und bis auf OTRS und Datenbank für Pressekontakte fehlte nichts mehr.

Leider setzte in den Wochen danach eine unschöne Entwicklung ein in deren Folge ich mich am 27.10. 2012 gezwungen sah, um weiteren Schaden für das Team der Sachsenpresse abzuwenden, meine Mitarbeit dort mit folgender Email  niederzulegen (Zu den genauen Gründen vielleicht später mehr):

Liebe Mitglieder der Saxnpresse, liebe Mitglieder des Landesvorstandes,

nach reiflicher Überlegung und mehrmaligen Drüberschlafen steht mein
Entschluss fest, daß ich mich aus der Saxnpresse komplett zurückziehe.

Es gibt eine Menge von Gründen und ich befürchte, daß ich meine Arbeit
in der Saxnpresse nicht so erledigen könnte, wie ich es von mir selbst
und von anderen erwarten würde, da es mir immer seltener gelingt meine
Motivation hoch zu halten und andere mitzuziehen.

Es war schön zu sehen, daß sich auf dem ersten Treffen der Saxnpresse
ein so gutes Team gefunden hat, welches voller Elan gestartet ist. Und
es schmerzt mich, Euch meine Entscheidung mitzuteilen. Ich habe lange
hin- und her überlegt, ob ich Euch besser verlasse, damit das Team sich
entwickeln kann oder Euch besser noch weiter unterstütze, damit die
ersten Klippen ohne Schotbruch genommen werden können.

In den letzten Wochen nach dem LPT hat es viele unglückliche
Entwicklungen gegeben, die meinen Glauben an diese Partei, diesen
Vorstand und diesen Landesverband stark erschüttert haben. Ich hatte
gedacht, daß mit dem letzten RL-Treffen der Saxnpresse und im Gespräch
mit dem Landesvorstand ein neuer Schub kommt und ich neue Kraft
schöpfen kann. Doch leider sind diese Signale ausgeblieben.

Es ist leider immer noch so, daß von der Saxnpresse an den Vorstand
herangetragene offene Baustellen immer noch nicht bearbeitet sind,
Stichworte: Frage der PM-Freigabe, Wunsch, daß Vorstand mit einer
Stimme spricht, gemeinsames Ticket- und Kalendersystem, System zur
Kontaktpflege, ein definierter Workflow für PMs. Auch die von uns als
Saxnpresse selbst definierten Aufgaben haben wir nur schlecht erledigt,
Hintergrundgespräche fanden kaum statt, ein Telefon-Alarmplan existiert
immer noch nicht.

Statt dem Team zu vertrauen ist der Landesvorstand jetzt mit vier
Mitgliedern dort vertreten, statt auf stichhaltige Argumente aus der
Soziologie zu hören, werden diese mit "persönlicher Erfahrung"
weggewischt, statt fachliche Kenntnisse anzuerkennen, wird mit "jeder
soll doch mitreden" gekontert, statt Entscheidungen (auch unpopuläre)
zu treffen, wird Zuckerwatte verteilt, statt klares Signal des
Aufbruches in der Pressearbeit zu senden, wird auf Vorstandssitzung
alles mögliche behandelt, nur nicht die Baustellen, die geklärt werden
müssten.

Kurzum, ich sehe mich nicht in der Lage unter diesen Voraussetzungen
vertrauensvoll, motiviert und motivierend(!) Pressearbeit für den
Landesverband zu leisten und ziehe mich daher zurück.

Ich bedauere diesen Schritt zutiefst und bitte diejenigen um
Verzeihung, die sich von mir im Stich gelassen fühlen.

Ich wünsche dem Team Saxnpresse und dem Landesvorstand alles Gute.
Da ich in den letzten zwei Wochen mit einigen Mitgliedern der #Saxnpresse gesprochen hatte und seit meinem Rückzug sich leider immer noch wenig getan hat, hatte ich an den Landesvorstand folgenden Antrag gestellt, der heute unbeantwortet abgelehnt wurde.

  1. Wie schätzt der Landesvorstand die Arbeitsfähigkeit des Teams Saxnpresse seit der letzten RL-Sitzung vom 21.10.2012 ein?
  2. Welche Probleme sind nach Einschätzung des Landesvorstandes ursächlich für die brachliegende Pressearbeit?
  3. Wie sieht der konkrete Fahrplan zur Pressearbeit bis zur  Aufstellungsversammlung im Januar 2013 aus?
  4. Inwieweit sieht der Landesvorstand die Pressearbeit mit dem Projekt "Get To Know Your LaVo" vorangetrieben?
  5. Warum waren die letzten Mumble-Sitzungen der Saxnpresse so schwach besucht?
  6. In welchem Rahmen wurden bisher Hintergrundgespräche mit Pressevertretern geführt?
  7. Wieviele Interviewanfragen gab es seit 21.10.2012?
  8. Wieviele Pressemitteilungen gab es? Wieviele hatten reaktiven, wieviele aktiven Charakter? Wieviele dieser sind abgedruckt wurden (so bekannt)?
  9. Wieviele Interviews wurden seit dem 21.10.2012 gegeben?

Stand heute

Stand heute ist:

Die Saxnpresse hat  seit der Neuwahl des Landesvorstandes, seit knapp 75 Tagen Amtszeit
  • immer noch keinen funktionierenden Anschluss an ein Ticketsystem,
  • immer weniger Mitglieder aktiv beim wöchentlichen Mumble
  • keine Hintergrundgespräche geführt
  • Pressemitteilungen weiterhin nur reaktiv und nicht themensetzend veröffentlicht
  • den Telefonalarmplan immer noch nicht umgesetzt
  • den Auftrag sich um interne Werbeplattform "Get To Know Your LaVo" für Vorstand zu kümmern
  • noch keinen vernünftigen Kontaktaufbau mit Pressevertretern betrieben
  • keine klaren Qualitätskriterien für Pressemiteilungen
  • nicht an Bundespresseschulung teilgenommen (obwohl Termin bekannt war)
Mich macht das traurig, weil ich die Mitglieder der Saxnpresse als hochengagiert und hochmotiviert kennenlernen durfte. Das ich mich dann über einen Landesvorstand ärgere, der es schafft, ein werdendes Team in kürzester Zeit zu zerlegen und dann nicht in der Lage ist, diese Entwicklung zu erkennen und gegenzusteuern, sollte keinen verwundern.

Eine Bilanz, die ich ungern ziehen wollte.

Quellen: 

Nachtrag vom 2013-02-02


In der Sitzung des Landesvorstandes vom 2013-01-23 behauptete lt. Protokoll Florian A. Unterburger folgendes:

"nach 4 Monaten haben wir immer noch nicht den Presseverteiler erhalten, das geht so einfach nicht." und bezog sich wohl dabei auf mich. Leider hat es Florian A. Unterburger es nicht für nötig erachtet sich vorher mit allen Mitgliedern der Saxnpresse kurzzuschliessen und sich vor so einer öffentlichen und nachweislich falschen Aussagezu informieren.

Ich stelle hierzu fest:

Ich hatte den Presseverteiler bereits am 17.10. 2012 übergeben (an Phlo). Der ThomasL. von der Saxnpresse hatte mich zur AV Claußnitz gebeten ihm diesen Verteiler nochmal zuzusenden, was ich am 20. Januar 2013 erledigt habe. Die Verzögerungen seit dem LPT Olbernhau bis zum Oktober 2012 sind nicht mir anzulasten, es lagen bis dato keine Datenschutzerklärungen vor. Und ich verschicke keine sensiblen Kontaktdaten ungeschützt wild durch die Gegend.

Da jetzt von allen möglichen Leuten diese Behauptung von Florian A. Unterburger weitergetragen wurden, sehe ich mich gezwungen, diesen Nachtrag zu veröffentlichen.
Im Übrigen gab es bisher keine offizielle Entschuldigung für diese Falschdarstellung durch den Landesvorstand. :(

Auch noch ein Weg Aktive zu demotivieren.